Wir stellen uns vor

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Ringen – seit 1912 der Traditionssport in Unterelchingen

Die Ringer des KSV Unterelchingen sind eine der Gründungssportarten des KSV Unterelchingen. Aktuell startet die erste Mannschaft in der Landesliga, die zweite Mannschaft in der Bezirksklasse und unser Nachwuchs zeigt ihr Können in der Jugendliga.

Wenn in den Gründungsjahren vom KSV Unterelchingen gesprochen wurde, so war in dieser Zeit ausschließlich die Kraftsportabteilung mit Ihren Untergruppen Ringen und Gewichtheben gemeint. Im Jahr 1922 gesellte sich dann noch die Jonglierriege und in den Folgejahren die weiteren Abteilungen hinzu.

Schon damals nahmen die Athleten an Rundenkämpfen teil, besuchten Bezirksfeste und frönten dem Rasenkraftsport (Hammerwerfen, Gewichtwerfen und Steinstoßen). In der Zeit des „Wirtschaftswunders“ und den geburtenschwachen Jahrgängen des zweiten Weltkrieges kämpften die Ringer um den Fortbestand. Nur vereinzelt sah man Jugendliche im Training.

Mit dem 50-jährigen Jubiläum änderte sich dies. Beim Jubiläum besiegte die Schülermannschaft des KSV Unterelchingen die Bezirksauswahl Ostalb. Plötzlich war „Ringen“ beim KSV wieder „In“. Mit Reinhold Hucker, Helmut Repper und Georg Bader hatte der KSV neben vielen anderen erfolgreichen Athleten wieder mehrere Aushängeschilder im Verein. Vor allem Reinhold Hucker erkämpfte in beiden Stilarten mehrere Deutsche Meistertitel, streifte das Nationaltrikot über und startete 1972 bei den Olympischen Spielen in München.  Die erste Mannschaft stieg in die 2. Bundesliga auf. In den weiteren Jahren konnten Hans Steck, Hans Mayer, Manfred Kraus sowie Hagen Kolschewsky weitere deutsche Meistertitel dazugewinnen. Bis in das Jahr 1986 folgte eine stete Zunahme an aktiven Ringern und es konnte eine dritte und vierte Mannschaft gemeldet werden. 1986 konnten gar fünf Mannschaften am Ligenbetrieb teilnehmen. Wie so oft kam nach dem Höhenflug auch wieder eine Phase der Stagnation. Im Jahr 1990 wurde die Schülermannschaft erneut Meister.  Im Jahr 1997 gewann Benjamin Möse in der C-Jugend nach längerer Durststrecke im griechisch-römischen Stil den deutschen Meistertitel. Nach erfolgreicher Jugendförderung erreichten im Jahr 1999 alle fünf Mannschaften des KSV den Meistertitel. Die beiden Schülermannschaften schafften dabei das Novum alle ihre Kämpfe zu gewinnen. Aufgrund dieser Leistungen entschied man sich, im Jahr 2000 die ersten Deutschen Meisterschaften der B-Jugend im Freien Stil auszutragen. Mit Tobias Sättler konnte man einen Meistertitel in den eigenen Reihen halten und so einen tollen Triumph feiern. Mannschaftlich schaffte man in den Jahren 1999 – 2000 den Durchmarsch von der Oberliga in die zweite Bundesliga. Dort verblieb man 2001 – 2002. Im Jahr 2003 folgte dann wieder eine Deutsche Meisterschaft der A-Jugend greco in heimischer Halle, auch diesmal gelang der Coup und Daniel Böck krönte seine erfolgreiche Karriere mit dem Meistertitel. Im Jahr 2003 wurde zudem das Bambinitraining eingeführt, um schon die „Kleinsten“ mit Spiel, Spaß und Bewegung an das Schülertraining heranzuführen. Mit der Ringerin Beate Schorn war dies natürlich optimal möglich. Leider konnte sich die erste Mannschaft nur für zwei Jahre in der zweiten Bundesliga halten und mit der Trennung von Hans Partsch ging es wieder zurück in die Regionalliga und dann in die Oberliga. Einige Punktegaranten traten der Familie zuliebe kürzer oder suchten, wie der heutige Vorstand Lars René Schmidt im Jahr 2005, neue Herausforderungen in der ersten Bundesliga. Auch in den Jahren 2006 und 2009 lud die Ringerabteilung zu Deutschen Meisterschaften in die Brühlhalle. Hier musste sich 2006 der heutige 2. Vorsitzende Falk Bollinger verletzungsbedingt dem Bundesligaspitzenringer Ramsin Azizsir im Finale knapp geschlagen geben, konnte jedoch in den Jahren 2005 und 2007 den Deutschen Meistertitel erringen. Im Jahr 2005 wurde zudem auch Rudolf Münkle in der A-Jugend Deutscher Meister. Im Jahr 2008 gelang dies Joshua Uebelhör in der C-Jugend im Freien Stil. Durch das Heranwachsen dieses jungen sehr guten Teams um Trainer Dieter Folz konnte 2010 der Aufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga gefeiert werden.

Danach folgte eine Zeit des Umbruchs und das Organisationsteam entschied sich gegen eine weitere Ausrichtung von Deutschen Meisterschaften. Im Jahr 2012 erreichte die Schülermannschaft mit einem tollen Trainerteam um Daniel Böck, Siegfried Steck, Beate Schorn, Hubert Walter und Markus Mittermair den Deutschen Vizemeister Titel. Mit Jonas Wuchenauer, Erik Schweter, André Wuchenauer, Lars Boldin, Max Lenz und Maximilian Besser sind noch fast alle damaligen Teilnehmer, in den heutigen Aktivenmannschaften zu finden. Es folgte 2013 der Titelgewinn durch Jonas Wuchenauer im griechisch-römischen Stil in der B-Jugend. Jugendleitung und Vorstandsteam verjüngte sich in den Jahren 2013 bis 2015. Einige Stammkräfte wechselten oder beendeten Ihre Karriere. Auch das „Wettrüsten“ mit ausländischen Spitzenringern wurde aus finanziellen Gründen gestoppt. Mit der Verpflichtung von Trainer Oguz Özdemir 2016 bekam Cheftrainer Dieter Folz wieder Unterstützung um die jungen Talente weiter zu fördern. Es folgte der Abstieg der ersten Mannschaft in die Oberliga und 2017 der komplette Rückzug in die Verbandsklasse. Trotz großer Sorge der Vereinsführung unter Vorstand Manuel Tögel, standen die fachkundigen Zuschauer stehts hinter Ihrem KSV und so folgten zur Saison 2018 der direkte Aufstieg in die Landesliga und zur Saison 2019 der Aufstieg in die Verbandsliga. Im Jahr 2018 konnte mit Samuel Guerrero ein weiterer Deutscher Meister in der B-Jugend im griechisch-römischen Stil gefeiert werden. Mit Luca und Maximilian Besser, Erik und Kevin Schweter sowie Dominic Schumny und Hans Häckel gibt es weitere regelmäßige DM Teilnehmer, denen jedoch der Titelgewinn bisher noch nicht geglückt ist. Durch Neuwahlen des Vorstandes 2019, indem mit Lars René Schmidt und Falk Bollinger zwei ehemaligen Leistungsträger sowie mit Martin Wuchenauer der ehemalige Jugendleiter die Verantwortung übernahmen, können nun neue Aktivitäten angegangen werden. Schon im Jahr 2013 übernahm Monika Besser, eine sehr engagierte Persönlichkeit, das Amt des Jugendleiters und somit die Nachwuchsarbeit im Verein. Sie ist auch maßgeblicher Motor der geplanten Deutschen Meisterschaften 2020.

Der KSV Unterelchingen ist in der glücklichen Lage, durch stetige Jugendarbeit jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich im Ringsport freizeitmäßig aber auch leistungsorientiert zu betätigen. Die meisten unserer aktiven Ringer, nehmen regelmäßig an WRV Lehrgängen teil und sind teilweise auch im WRV Kader zu finden.