Keine so klare Sache war der Mannschaftskampf gegen die Ringer aus Schwäbisch Hall, obwohl sich die Elchfighter am Ende mit 22:14 Punkten durchsetzen konnten. Durch ihren umfangreichen Kader waren die Schwäbisch Haller nicht leicht auszurechnen, da sie bisher selten die gleiche Aufstellung aufgeboten haben und auch auf seitens des KSV verletzungsbedingte Änderungen gab.

In der kleinen ASV-Halle, die kaum Platz für Ringer und Zuschauer bot, ging Luca Besser für die Elchinger auf die Matte und traf auf Yakup Keklik. Der Kampf begann sehr zäh und war von Taktik geprägt und Luca Besser konnte kaum Angriffe setzen. Doch durch konsequente Beschäftigung des Gegners holte sich der Besser einen Punktsieg und brachte die Mannschaft in Führung. Klar durchsetzen konnte sich Rudolf Münkle, der mit Daniel Dietrich wenige Probleme hatte. Ruhig mit kleinen Wertungen und Durchdrehern erkämpfte sich Münkle den Sieg mit technischer Überlegenheit über Dietrich und dies brachte 4 Punkte für das Mannschaftskonto. Wesentlich intensiver war das Duell zwischen Dominic Schumny und dem Gastgeber Sergej Fertig. Schumny setzte die ersten Angriffe, musste aber immer wieder zulassen, dass der Schwäbisch Haller ihn konterte und nach Punkten ausglich. Der Gastgeber Fertig legte auch in der zweiten Kampfhälfte ein hohes Tempo vor und konnte den Elchinger letztendlich durch eine Zange auf die Schultern legen und somit die vom KSV erhofften Punkte für sein Team einfahren. Im zweiten Schwergewichtskampf tat sich Pascal Schmidt gegen Dimitrij Domme schwer, obwohl er die ersten Aktionen setzte und nach Punkten führte. Der Gegner ließ danach nicht mehr allzu viel von Schmidt zu und wertete selbst, somit verlor der Elchinger nach der vollen Kampfzeit mit 12:6 Punkten. Beide Mannschaften hatten vor dem letzten Kampf in der ersten Halbzeit jeweils 6 Punkte auf ihrer Seite stehen und wollten sich beide die Führung zur Pause sichern.

Nun standen sich Erik Schweter und der Schwäbisch Haller Thomas Fertig gegenüber. Der KSV-Athlet Schweter erkämpfte sich mit Armzügen und kleinen Wertungen schnell eine 9:0 Punkteführung, sorgte allerdings durch eine Unachtsamkeit für ein paar graue Haare mehr bei seinem Trainergespann Folz und Özdemir. Zum Schrecken aller lief er in einen Hüftschwung und landete in der gefährlichen Lage und es sah nach einer unerwarteten Niederlage aus. Schweter schaffte es jedoch sich aus der brenzligen Situation zu befreien. Danach ließ Erik Schweter nichts mehr anbrennen und ging konzentriert in die zweite Hälfte. Am Ende gewann der Elchfighter durch technische Überlegenheit zur Erleichterung und Freude der mitgereisten Fans und seinem Team. Zur Pause hatte der KSV Unterelchingen den so wichtigen 10:6 Punktevorsprung.

Den Beginn nach der Pause machte Erik Boldin, der auf den guten Dennis Wolf traf, obwohl er sich zur Wehr setzte, fand er kein Mittel gegen Wolf und musste sich doch durch technische Überlegenheit geschlagen geben. Eine noch schwierigere Aufgabe hatte Jonas Wuchenauer, der für seinen verletzten Bruder André einsprang, mit dem starken David Wolf vor sich. Wolf ließ dem Elchfighter keine Möglichkeit in den Kampf zu kommen und besiegte ihn klar und ohne große Probleme durch technische Überlegenheit. Bei dem Zwischenstand von 14:10 Punkten durfte nicht mehr als ein Kampf mit 4 Punkten verloren werden und die beiden anderen mussten mit jeweils 4 Punkten gewonnen werden um ein Unentschieden zu holen oder alle folgenden Duelle für den Gesamtsieg gewonnen werden.

Für den nächsten Sieg sollte Maximilian Besser für den KSV gegen Silas Graf sorgen. Besser ließ auch gleich Taten folgen und sicherte sich ohne Mühe durch mehrere Dreher und Würfen technisch überlegen den Kampfgewinn gegen den Gastgeber. Ebenfalls die gleiche Vorgabe gab es für Martin Weickert, der den Sieg über Paul Klinkmann einfahren sollte. Nach einer Abtastphase holte sich Weickert die ersten Wertungen und musste nur einmal einen Konter hinnehmen. In der zweiten Kampfhälfte und nach einem Passivitätspunkt gegen sich, ließ sich Weickert nicht aus der Ruhe bringen und beendete nach einem Schwungwurf und mehreren Drehern den Kampf durch technische Überlegenheit. Er ebnete mit dem Sieg den Weg für Kevin Schweter, der nur noch gewinnen musste oder weniger als 4 Punkte abgeben durfte. Bei dieser Ausgangslage schwor Trainer Özdemir seinen Schützling nochmal ein bevor dieser auf die Matte ging. Schweter hatte es im entscheidenden Fight mit Abdollah Ghasemi zu tun. Der Elchfighter wertete in der Bodenlage und ließ den Schwäbisch Haller nicht zum Zuge kommen und keinen Zweifel daran, wer als Sieger von der Matte gehen würde. Er erkämpfte sich die technische Überlegenheit und den Gesamtsieg für das Team des KSV Unterelchingen.