Zum spannenden Aufeinandertreffen zwischen der TSG Nattheim II und dem KSV Unterelchingen II kam es am vergangenen Samstag in der Nattheimer Ramensteinhalle, hatten die Nattheimer doch ganz klar die Devise „Aufstieg“ ausgegeben. Es benötigte jedoch vier Ringer, die bereits Verbandsligaerfahrung vorweisen konnten (Alexander Esslinger, Martin Rößler, Julian Fauth und Andreas Wiedemann), welche allein 19 der 25 Punkte erkämpften, um die zweite Garnitur des KSV in Schach zu halten und mit einem knappen 25:20 Erfolg zu besiegen. Vielleicht wäre sogar trotz der Verstärkung noch mehr drin gewesen, hätte Betreuer Siegfried Steck auf seine vom Verletzungspech verfolgten Ringer Nik Klement, Jonas Wuchenauer und den Deutschen B-Jugendmeister Samuel Guerrero zurückgreifen können.

Gewohnt gemütlich startete Nils Krautsieder ins geschehen. Wie so oft war sein einziger Kampf gegen die Waage zu gewinnen, die Punkte kassierte er kampflos. Michael Burger musste sich gegen den flinken Martin Rößler ins Zeug legen. Er konnte einen Armzug Rößlers parieren und mit Durchdrehern punkten. Nach sechs Minuten gewann Michael Burger mit 4:7 Punkten. Max Klein (61 kg FS) wehrte sich in der ungeliebten Stilart gegen die Angriffe von Michael Illenberger, wurde jedoch nach rund zwei Minuten aufgrund einer Unachtsamkeit vom erfahrenen Nattheimer geschultert. Einen schweren Stand hatte Fabian Weber gegen den agilen Julian Fauth. Trotz des deutlichen Gewichtsunterschiedes von rund 9 kg konnte Fabian die körperlichen Vorteile nicht genügend nutzen und verlor technisch Überlegen. Im Limit bis 66kg Greco trat Ilias Bennani gegen Cengiz Sen an. Anfangs kam Ilias mit der Kopfklammer von Sen überhaupt nicht zurecht und gab deutlich Punkte ab. Im Kampfverlauf zeigte sich jedoch die bessere Kondition von Ilias, so dass er immer wieder den Punkteabstand verkürzen konnte und schlussendlich nur mit 14:10 Punkte verlor. Zum Abschluss von Runde eins musste Dennis Querner gegen den Nattheimer Vorstand Alexander Esslinger antreten. Die Beinangriffe Esslingers konnte er des Öfteren kontern und so in Punkte umwandeln. Bei einem Durchdreher kurz vor der Pause erwischte Ihn jedoch Esslinger am Bein und konnte Dennis fast schultern. Mit viel Kampfgeist kämpfte sich Dennis aus der Situation heraus und agierte in Runde zwei vorsichtiger. Der Greco Spezialist gewann den Kampf mit 4:11 Punkten. Somit stand es zur Pause 12:8 für die TSG Nattheim.

Weiter ging es bis 130kg FS und dem Duell Fabian Weber vs. Martin Rößler. Auch hier hatte Rößler mit 11:0 Punkten die Nase vorn, Fabian konnte aber durch gute Abwehr einen Punkt für die Mannschaft retten, da er den Überlegenheitssieg verhinderte. Sein blaues Wunder erlebte Michael Illenberger in Runde zwei gegen Max Klein. Nach zwei guten Würfen konnte Max Klein seinen weitaus älteren Gegner nach zwei Minuten schultern. Auch Max Lenz machte es Andreas Wiedemann (98kg Greco) nicht leicht. Mit mutigen Angriffen konnte er immer wieder Punkten und hatte am Mattenrand fast schon den Schultersieg in Händen. Leider vollendete er seine Schleuder außerhalb der Matte. Auch er gab nur drei Mannschaftspunkte ab und verlor mit 17:6 Punkten. Matthias Majer hatte in 66kg FS gegen Ilias Bennani nicht den Hauch einer Chance. Mit schönen Beinangriffen und Durchdrehern hatte Ilias bereits nach etwas mehr als drei Minuten den Überlegenheitssieg auf seinem Konto und hinterließ einen sichtlich überraschten Majer auf der Matte. Hans Häckel (86kg FS) verursachte Julian Fauth mehr Mühe als gedacht. Er hielt das Duell lange offen und musste sich erst nach knapp fünf Minuten technisch geschlagen geben. Eine großartige Leistung, da Fauth weitaus älter und erfahrener ist. Nun war vor dem letzten Kampf noch ein Unentschieden möglich., falls Dennis Querner vier Zähler gegen Esslinger erreichen würde. Leider ging diese Rechnung nicht auf, da der ehemalige Mannschaftskamerad und jetzige Trainer der TSG Nattheim, David Merkle, Esslinger taktisch hervorragend eingestellt hatte. Der Nattheimer rang überaus passiv, wurde jedoch vom Ehninger Kampfrichter kaum dafür bestraft. Immer wieder entzog er sich dem Kampf, konnte jedoch auch die mit vollem Risiko gesetzten Angriffe von Dennis kontern. Letztendlich gewann Esslinger den Kampf nicht unbedingt verdient mit 4:3 Punkten. Somit verlor unsere Mannschaft in einem bis zum Ende spannenden und für die Bezirksklasse hochklassigem Kampf 25:20 Punkten.

Nächster Kampf der zweiten Mannschaft ist am 01.12.2018 18:00 Uhr in der KSV Halle gegen den TSV Faurndau.