Durch eine starke kämpferische Leistung und taktische Raffinesse des Betreuers Siegfried Steck gelang der zweiten Garnitur ein knapper Punktsieg in Faurndau. Geschwächt durch die Abwesenheit mehrerer Stammringer, welche berufliche oder krankheits-/ verletzungsbedingt nicht zum Einsatz kommen konnten, reiste das Team mit nur sechs Athleten an.

Daher konnte die Gewichtsklasse bis 86 kg in beiden Durchläufen nicht besetzt werden, dennoch gelang dem noch jungen Team ein 21:24 Auswärtserfolg. Die Mannschaft des TV Faurndau ist eine Mischung aus noch jungen Nachwuchssportlern, die von einigen erfahrenen Athleten unterstützt wird. Die meisten Faurndauer Ringer, habe neben dem Ringen auch noch andere Kampfsportarten, wie Boxen, MMA oder Grappling als Hobby. Diese zeigen weniger ringerische Raffinesse, der Kampfstil ist eher von körperlicher Härte und guter Kondition geprägt. Mit sieben Neuzugängen war das Team um Walter und Dieter Hieber schwer einzuschätzen. Die Kämpfe, welche im österreichischen Modell ausgetragen wurden, starteten im Freien Stil.

Den Beginn machte in der Klasse bis 57 kg Nils Krautsieder, der mit Neuzugang Anwar Ghafou kein Problem hatte. Nach einem Beinangriff und einer 2:8 Führung nutze er seine größere Erfahrung zum Schultersieg.

Fabian Weber hatte gegen den körperlich starken Kai Wilimsky einen schweren Stand. Dieser nutze seine konditionelle Stärke aus und brachte Fabian immer wieder an den Mattenrand und punktete dort. Einmal gelang es Fabian, Wilimsky dort in eine prekäre Situation zu bringen, doch leider konnte er dort keinen Schultersieg erreichen. So endete der Kampf mit einem 4:2 Punktsieg für Wilimsky.                    In seiner Lieblingsstilart (greco) konnte Max Klein (61kg) gegen den fünf Jahre älteren Luca Langeneck, dank einer sehr guten Leistung, mit einem Hüftschwung den Kampf zu seinen Gunsten mit einem Schultersieg beenden.

Im Limit bis 98 kg greco kam Max Lenz gegen den zehn Jahre älteren Thomas Weiß nicht zum Erfolg. Er musste die technische Überlegenheitsniederlage akzeptieren, wehrte sich jedoch nach Kräften.     Im ungewohnten Freien Stil zeigte Jonas Wuchenauer (66kg), dass er aus der Schülerzeit noch nichts verlernt hat. Mit schnellen Beinangriffen überraschte er den gleichaltrigen Samuel Sänger. Nach rund zwei Minuten beendete Jonas den Kampf technisch Überlegen.

Zum Abschluss der Runde beendete Ilias Bennani seinen Kampf (75kg greco) gegen den gleichaltrigen Elias Härtl technisch Überlegen. Er erwischte Härtl geschickt am Boden und überzeugte mit technisch einwandfreien Ankippern und Durchdrehen. So endete Runde eins mit einer 9:16 Führung für den KSV Unterelchingen II.

Diese Führung baute Nils Krautsieder in Runde zwei noch aus. Er besiegte Anwar Ghafou bereits nach einer Minute mit einem finnischen Hüftschwung.

Für Routinier Michael Burger war der zwanzig jährige Florian Wühr kein Problem. Er konnte ihn immer wieder in verschiedenen Varianten in die Bodenlage befördern, so dass nach rund fünf Minuten ein technischer Überlegenheitssieg verbucht werden konnte.

Den ersten Schlüsselkampf des Abends musste Max Klein im ungeliebten freien Stil gegen Neuzugang Luca Langeneck bestehen. Schnell musste er in Runde eins eine 12:0 Führung des Faurndauers hinnehmen. Taktisch gut eingestellt konnte er jedoch im zweiten Kampfabschnitt mehrmals Punkten. Auch die bessere Kondition sprach für Max. Er konnte zwar den Rückstand nicht mehr vollständig aufholen aber durch die knappe 16:14 Punktniederlage gab er nur einen Mannschaftspunkt an Faurndau ab.

Fabian Weber traf abermals auf Kai Wilimsky. In diesem Duell musste er sich 10:0 Punkten geschlagen geben.

Im zweiten Schlüsselkampf des Abends traf Jonas Wuchenauer auf den erfahrenen Stefan Hoss. Der 29-jährige nutze seine körperliche Überlegenheit immer wieder um Jonas in die Bodenlage zu bringen. Jonas konnte aber mit viel Gefühl und einigen Würfen den Punkteabstand immer wieder verkürzen. Bei einer Aktion mit unerlaubter Beinarbeit von Hoss, erwischte er Jonas nochmals am Solaplexus, so dass Jonas fast die gesamt Verletzungszeit brauchte um wieder zu Atem zu kommen. Er kämpfte sich zurück in den Kampf und konnte durch zwei weitere Würfe den Abstand nochmals verkürzen. Somit gab er nur zwei Mannschaftspunkte an den favorisierten Gegner ab.

Der Mannschaftssieg stand fest und Ilias Bennani konnte nun ohne Druck gegen Boguslav Kozial im freien Stil ringen. Er musste die körperliche Überlegenheit Kozials anerkennen, konnte jedoch mit einer starken kämpferischen Leistung und schnellen Beinangriffen auch hier zwei Mannschaftspunkte für den KSV retten. Manchmal ist eben auch eine Punktniederlage ein Gewinn für die Mannschaft. Hierfür haben alle anwesenden Ringer an einem Strang gezogen und ihr Bestes gegeben. Betreuer und Trainer Siegfried Steck äußerte sich am Ende des Kampfes sehr zufrieden über die Leistung seiner Jungs.