Mit diesem deutlichen Sieg von 25:9 Punkten beim VFL Obereisesheim hatte niemand beim KSV Unterelchingen gerechnet umso mehr freuten sich die Elchfighter und das Trainerteam Dieter Folz und Oguz Özdemir darüber.

Der Gastgeber aus Obereisesheim stellt in der Landesliga mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahren die älteste Mannschaft und somit die meiste Erfahrung auf der Matte und ist deshalb nicht einfach zu besiegen, was die Leistung der KSV Aktiven nur noch besser hervorhebt.

Den Auftakt machte das Nachwuchstalent Luca Besser, der seinen Kampf schon auf der Waage gewonnen hatte, da die Gastgeber keinen Gegner stellen konnten und sicherte die ersten 4 Punkte für die Mannschaft.

In dem taktisch geprägten Duell im Schwergewicht zwischen Pascal Schmidt und Markus Gückstock, beschränkte sich der Obereisesheimer, der mit 27 kg mehr auch einen Gewichtsvorteil hatte, nur darauf die Angriffsversuche von Schmidt zu blocken. Der Elchinger versuchte mit allen Mitteln den Kampf für sich zu entscheiden und dagegen zu halten, am Ende musste er eine knappe Punktniederlage hinnehmen.

Keine leichte Aufgabe und einen Schlüsselkampf hatte Dominic Schumny mit Eduard Steiger vor sich. Die erste Runde verlief alles andere als nach Plan, denn Steiger konnte den Elchinger in Bodenlage bringen und mit mehreren Durchdrehern eine schnelle 6 Punkteführung erkämpfen. Nach 30 Sekunden Pause und mit neuer Motivation durch Trainer und Teamkameraden ging Dominic Schumny in die zweite Runde. Der Gastgeber versuchte erneut durch ringerische Härte den Elchfighter aus dem Konzept zu bringen, doch jetzt gelang es Schumny besser sich nicht darauf einzulassen und mehr dagegen zu halten.

Nach dem ersten Punkt und einer angeordneten Bodenlage wegen Passivität konnte er Eduard Steiger durchdrehen und nach einer Verwarnung für den Gegner, hatte sich der Elchinger bis auf einen Punkt herangekämpft. Das war wie eine Initialzündung und Dominic Schumny wuchs förmlich über sich hinaus und punktete durch weitere Aktionen bevor er einen Konter nutzen konnte und seinen Gegner auf die Schulter legte. Völlig erschöpft, aber total glücklich fiel er seinem Trainer Oguz Özdemir in die Arme als er von der Matte ging.

Das zweite Schwergewicht Rudolf Münkle musste sich Halil Meral stellen. Der Kampf war sehr ausgeglichen und beide Ringer versuchten den ersten Angriff zu setzen und zu punkten. Dem Obereisesheimer gelang auch die erste Aktion und in Führung zu gehen. Diese Führung behielt Halil Meral bis kurz vor Kampfende als Münkle noch einen Angriff setzen konnte und zum 5:5 ausglich. Er holte sich, da er die letzte Wertung machte, den Punktsieg für die Mannschaft.

Im letzten Kampf vor der Halbzeitpause musste der junge Erik Schweter gegen Octavian Erhan, der vor einigen Jahren auch schon für Unterelchingen gerungen hatte, antreten. Obwohl Schweter die erste Angriffsaktion versuchte, fing sein Gegner diese ab und brachte Schweter in die Bodenlage. Aus dieser konnte sich der Elchinger nicht mehr befreien und musste sich mehrfach durchdrehen lassen und verlor durch technische Überlegenheit.

Dennoch führte der KSV Unterelchingen mit 9:5 Punkten zur Pause.

Den Anfang in der zweiten Kampfhälfte machte Maximilian Besser, der es mit Valerrj Scheibler zu tun hatte. Obwohl sein Kontrahent 22 Jahre mehr Erfahrung auf die Matte brachte hatte der 19 Jährige Besser keine größeren Probleme und erkämpfte sich nach etwas mehr als einer Minute die technische Überlegenheit. Martin Weickert stand Ilie-Viorel Winheim, dem ältesten Ringer und Trainer aus Obereisesheim gegenüber. Nach anfänglichem Abtasten brachte Weickert seinen Gegner in die Bodenlage und holte sich durch einige Durchdreher eine 12 Punkteführung und sorgte mit einem Passivitätspunkt und einem letzten Durchdreher für die technische Niederlage des Gastgebers.

Den schnellsten Sieg des Abends von 26 Sekunden konnte Kevin Schweter erringen, der Eugen Berwing in den Boden brachte und ihn der Beinschraube zu fassen bekam. Schweter ließ ihn nicht mehr los und drehte ihn solange bis er mehr als 15 Punkte für die technische Überlegenheit hatte.

Mit dem ausländischen Spitzenringer Ion Cristian Surugiu hatte es der André Wuchenauer in der Gewichtsklasse bis 75 kg im Freistil zu tun. Schon mit der ersten Aktion bekam der Elchfighter die ganze Härte zu spüren und schrammte an einer Verletzung vorbei. Bevor der Gastgeber sich den Sieg durch technische Überlegenheit holte.

Im letzten Kampf des Abends stand mit Michael Schöning ein weiterer Routinier dem KSV Athleten Dennis Querner gegenüber. Der Elchfighter hatte keine große Mühe seinen Gegner in den Boden zu bringen und ihn innerhalb etwa einer Minute mehrfach zu drehen und den Kampf technisch überlegen zu beenden.

Somit sorgte Querner für den Endstand von 25:9 Punkten für die erste Mannschaft des KSV. Dieses Ergebnis war nur möglich, weil alle gemeinsam mit viel Herz, Energie und Zusammenhalt Miteinander und füreinander auf der Matte kämpfen.